Mostly Harmless: Hallo Tyna, wie geht es dir?

Tyna: Mir geht’s super, ich trinke gerade Tee und freue mich, dass der Januar bald zu Ende ist und der Frühling greifbarer wird. Ich bin ein totales Sommerkind, von mir aus könnte das ganze Jahr lang Sommer sein. Frühling wäre auch schon besser als dieses trübe Wetter, das aktuell draußen herrscht.

 

Mostly Harmless: Du warst bereits mit einigen bekannten Künstlern wie z.Bsp. Nena, Glasperlenspiel, Stefanie Heinzmann auf der Bühne. Was war hier dein größtes Highlight?

Tyna: Im letzten Jahr gab es viele schöne Highlights, die mich immer noch Luftsprünge machen lassen, wenn ich nur daran denke :).  Das krasseste Highlight war definitiv der Christopher Street Day in Berlin. Ich habe dort mit Band am Brandenburger Tor vor über 100.000 Menschen gespielt. Von sowas habe ich alles kleines Kind immer geträumt und jetzt ist es tatsächlich Realität geworden.
Auf dem Open Flair Festival in Eschwege habe ich auch gespielt – das war für mich auch sehr besonders. Nicht nur weil ich gebürtig aus Hessen komme, sondern weil ich als 16jährige damals zu Gast auf diesem riesigen Festival war und nun selbst dort auf der Bühne gestanden habe :-D

 

Mostly Harmless: Den ein oder anderen Preis hast du ja auch schon erhalten. Was waren deine Gedanken beim ersten Preis?

Tyna: „Ich habe wirklich gewonnen oder habe ich mich gerade verhört, die meinen doch nicht mich, oder?“ Glaube ich war kurz vor einem Ohnmachtsanfall haha

 

Mostly Harmless:  Seit 2017 bist du allein unterwegs, was war hierbei für dich die größte Herausforderung?

Tyna: Seit 2017 bin ich alleine UND mit Band unterwegs. Also neben meinen Konzerten mit Band, tingel ich nun auch solo mit Akustikgitarre durch die Welt. Ich habe das tatsächlich vor ein paar Jahren schonmal in Australien gemacht, aber zurück in Deutschland dann nicht weiterverfolgt. Und letztes Jahr habe ich mich dann endlich überwunden das weiterzuverfolgen. Es war am Anfang schon sehr ungewohnt alleine zu Auftritten zu fahren, alleine zu spielen, die Songs umzurangieren nur für sich selbst verantwortlich zu sein. Aber die Herausforderung hat sich definitiv gelohnt, ich liebe es, ein komplett neues Freiheitsgefühl!

 

Mostly Harmless: Wie kam es zur Trennung von dir und deiner Band?
Tyna: Du meinst wahrscheinlich meine damalige Band, die ich bis 2016 hatte. Ich glaube wir haben uns über die Jahre alle unterschiedlich weiterentwickelt und jeder hatte andere Vorstellungen oder war dem ganzen Projekt nicht mehr richtig gewachsen.
Dieser ganze Bruch war zwar zu Beginn ziemlich hart für mich, aber hat mich letztendlich doch sehr bereichert. Nun bin ich solo aber auch mit Band, also anderen Musikern, unterwegs und das funktioniert wunderbar :)

 

Mostly Harmless: Wenn Du eine Sache auf der Welt verändern dürftest: Was wäre das?
Tyna: Diese ganze Diskriminierung, die aktuell in Bezug auf viele Menschengruppen herrscht, beenden und den Menschen die Augen öffnen für das was wirklich zählt: Akzeptanz für sich selbst und für andere

 

Mostly Harmless: Was glaubst du nimmt man dir öfters übel?
Tyna: ... eine schwierige Frage. Meine Freunde sagen immer, ich nehme mir viel zu viel zu Herzen und mache mir viel zu viele Gedanken über die Welt. Ich bin ein Mensch, der ständig analysiert, sich selbst, andere und ehrlich sagt was er denkt, damit kann nicht jeder Mensch umgehen.  Und ab und an bin ich auch etwas verpeilt, aber ich glaube das nimmt mir niemand übel, mit mir wird es zumindest nie langweilig :-D

 

Mostly Harmless: Wo geht die Reise 2018 hin?

Tyna: In diesem Jahr stehen wieder viele tolle Konzerte an, u.A. das „L-Beach Festival“ (13.-15. April), wo ich mir wieder mit vielen wunderbaren Künstlern eine Bühne teilen werde. Ansonsten spielen, spielen, spielen. Und das erste Album ist endlich in Planung, wann wie wo, dazu gibt es bald mehr zu hören und zu lesen unter www.facebook.com/TYNAband.

 

Mostly Harmless:  Vielen Dank für das Interview. Die letzten Worte an dieser Stelle gehören dir.

Tyna: Mein letztes Wort ist „Danke“! Danke für das nette Interview und Danke allen, die mich über all die Jahre so tatkräftig unterstützt haben und unterstützen, ohne euch wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin! 

 

Foto von Zephira.