Mostly Harmless: Hallo Marco, vielen Dank dass du dir Zeit für das Interview mit uns genommen hast. Geht es dir gut?

Marco: Hallo, sehr gerne. Ja, danke. Hoffe, Euch ebenso.

 

Mostly Harmless: Machen wir einen Rückblick auf das Jahr 2017, auf was schaust du Stolz zurück?

Marco: Nicht der Versuchung erlegen gewesen zu sein, Kompromisse einzugehen, die mich entfernt hätten von dem, was einmal mein Traum war, als ich diese Band gegründet habe.

 

Mostly Harmless: Was sind deine guten Vorsätze für das Jahr 2018?

Marco:  Ich habe das noch nie gemacht, gute Vorsätze zum Jahreswechsel. Ich versuche einfach weiterhin, mir treu zu bleiben und eine gute Person zu sein für die Menschen, die mir lieb und wichtig sind. Das ist in dieser Welt schon schwierig genug.

 

Mostly Harmless:  Was können Xandria Fans von euch in 2018 erwarten?

Marco:  Wir werden uns zunächst etwas Zeit nehmen, um den besten Weg zu finden, wie es weitergeht. Dann schauen wir mal, wann und wie das sein wird. Wir hoffen auf jeden Fall, bald wieder für unsere Fans da sein zu können. 

 

Mostly Harmless: Welchen Song spielst du am liebsten live und warum?

Marco:  Ich mag die langen Songs, wie „The Nomad´s Crown“ oder „The Undiscovered Land“, weil man dabei sehr schön in die Geschichte und Atmosphäre des Songs eintauchen kann. Ich fühle dabei oft die Dinge wieder, die ich beim Schreiben der Songs im Kopf hatte, die Träume und Wünsche.

 

Mostly Harmless: Dianne hat die Band letztes Jahr verlassen, was hat sich dadurch für euch als Band verändert?

Marco: Das war im Rückblick unabwendbar und traurigerweise wohl für alle Beteiligten die beste Lösung, denn es war leider immer mehr abzusehen, dass eine gemeinsame Zukunft nicht möglich war. Es hat sich einfach vieles auseinander entwickelt, und es war eigentlich für mich auch nicht mehr vorzustellen, dass man zusammen noch einmal an neuer Musik hätte arbeiten können. Insofern hat sich diese Situation dadurch geändert, auch wenn sie nicht einfach ist und der weitere Weg noch nicht klar ist.

 

Mostly Harmless: Wie geht es bei euch in der Richtung weiter? Bleibt Aeva Maurelle vorerst bei euch als Sängerin?

Marco: Aeva ist dankenswerterweise eingesprungen für die Konzerte, die für Ende des letzten Jahres bereits gebucht waren, damit wir diese wenigstens noch spielen konnten. Mehr ist allerdings nicht geplant, sie hat ja auch ihre eigene Band.

 

Mostly Harmless: Was meinst du, nervt die anderen an dir am meisten?

Marco: Wenn es um Musik geht, lebe ich in meiner eigenen Welt. Ich brauche das, um diese Songs, diese Stimmungen erschaffen zu können. Dadurch bin ich häufig etwas außerhalb der Welt der anderen, und ich kann auch mit vielem, was in diesem Musikbusiness passiert und was nur wenig mit Musik und der Leidenschaft dafür zu tun hat, nichts anfangen. Deshalb ecke ich oft an, ich muss meinen eigenen Weg gehen, und folge nicht gerne irgendwelchen Regeln oder Erwartungen. Das führt schonmal dazu, dass andere genervt sind. Aber ich sehe mich nun einmal als Musiker, und nicht als funktionelle Marionette dieses Business, das viel zu künstlich geworden ist. Alles hat immer toll und cool zu sein, man hat immer verfügbar zu sein, die ganze Promotion und das Bedienen von Social Media Plattformen scheint viel wichtiger geworden zu sein als die Musik… ich komme mir in diesem ganzen Zirkus mittlerweile sehr fremd vor.

 

Mostly Harmless:  Findest du dich selbst lustig?

Marco:  Nein, Ich bin eher introvertiert… aber wenn ich mit Menschen zusammen bin, denen ich vertraue und mit denen ich eine Verbindung habe, kann ich schon auch mal etwas aus mir herauskommen… ob ich dann auch tatsächlich lustig sein kann, will ich aber nicht einfach so zu behaupten wagen…   

 

Mostly Harmless:  Wir bedanken uns bei dir für das Interview. Die letzten Worte gehören selbstverständlich dir.

Marco: Ich wünsche Euch und allen, die das lesen, ein friedliches neues Jahr und alles Gute.