Mostly Harmless:  Hallo ihr Vier, als wir uns auf das Interview vorbereitet und gegoogelt haben, haben wir keine Interviews von euch gefunden. Ist das etwa euer erstes Interview?

Martin: Nee eigentlich nicht, wir hatten schon welche, so ist es nicht.

Marco: Für verschiedene Zeitschriften.

Mostly Harmless: Wir haben keine gefunden.

Vitz: Die sind gut versteckt, sind die überhaupt online?

Martin: Als wir PR für das neue Album gemacht haben, hatten wir viele online oder im Radio.

Mostly Harmless: Aber warum findet man diese nicht, was ist da los?

Jo: Waren die nicht nur für Radiosendungen?

Martin: Radiosendungen oder Online-Magazine.

Marco: Wir haben doch auch 2 bis 3 Mal bei mir auf der Terrasse gesessen.

Martin: Ja eigentlich schon, komisch.

Marco: Ok, euers ist das Erste *lacht*

 

Mostly Harmless: Genau, dann ist unseres das Erste. Ihr wart mit Rookies & Kings auf Tour. Wie habt ihr die Tour erlebt?

Martin: Das war unsere erste große Tour. Für uns war das ein riesen Erlebnis. Erstmals zwölf Shows innerhalb von fünf Wochen zu spielen, das ist natürlich etwas ganz Besonderes. Dann noch mit Bands auf Tour zu gehen, mit denen man vorher schon etwas zu tun hatte, das ist natürlich ein ganz anderes Gefühl, weil man sich kennt.  Es war alles freundschaftlich, alles ist reibungslos abgelaufen. Wir haben in vier Ländern gespielt: Deutschland, Schweiz, Italien und Österreich. Wir sind viel herumgekommen, haben viel im Auto gehockt, aber sonst war es sehr erfolgreich, oder?

Marco: Ja

Jo: Ja

Vitz: Es war super, überall sind wir gut angekommen. Ich hätte nicht gedacht, dass uns in Lübeck so viele Leute kennen.

Martin: Ja, das ist tatsächlich so.

Vitz: Viele nette tolle Leute kennengelernt. Es hat alles sehr gut gepasst.

 

Mostly Harmless: Was nehmt ihr für euch selbst mit von der Tour?

Jo: Das wir wieder auf die Bühne wollen! *alle lachen*

Martin: Vitz eine Magenschleimhautentzündung.

Vitz: Es geht wieder.

Martin: Vor allem die Erfahrung, die wir gemacht haben, ist was zählt. Die Routine zu bekommen: Wie ist es auf Tour? Wie läuft alles ab: Aufbau, Abbau, Soundcheck, die ganzen technischen Sachen. Das ist viel wert, vor allem für eine kleine Band, die es eben noch nicht erlebt hat, und bei der in nächster Zeit viel ansteht, u.a. die X-Mas Tour. Für mich persönlich ist das das Wertvollste.

Marco: Wir sind jetzt hier bei der größten Deutschrockband, die es aktuell gibt. Eine große Tour mit tausenden von Leuten. Wenn du da schon hingehst und sagst du weißt wie man wo was einsteckt, was zu tun ist, den Zeitablauf kennt und die Koordination, dann ist das schon viel hilfreicher, anstatt als komplettes Greenhorn hinzugehen und zu sagen: "Was mach ich hier eigentlich?", "Wo steht die Bühne?", "Wie komme ich rauf?“. War schon cool so.

Jo: Es gibt auch viele Kleinigkeiten auf Tour, die es schön machen. Die Momente die man mit den Menschen erlebt. Man hat auch Leerlauf am Tag, und wenn man dann mit den anderen Bands über ganz alltägliche Sachen redet, sind das auch schöne Momente.

Vitz: Wir waren in vielen Städten und haben viele Städte gesehen, in denen ich noch nie war. Wahnsinn!

Martin: Von den Städten sieht man aber leider oft nicht so viel.

Vitz: Aber das, was man gesehen hat – die Kleinigkeiten–reicht, dass man sagt, man fährt da wieder hin. Das war für mich ein Highlight.

 

Mostly Harmless: Es gibt euch seit 2013. Wie oft habt ihr in den letzten Jahren gedacht: Scheiss auf die Musik wir hören auf?

Jo: Erst heute Morgen im Bus *lacht*

Martin: Ich würde sagen, eigentlich nie. Wir hatten zwar auch unsere Streitigkeiten, aber ich denke, das kommt in jeder guten Band vor. Aber es gab nie den Moment, in dem wir gesagt haben, wir hören auf, denn wir wissen für was wir es machen und warum wir es machen wollen. Weil wir unsere Musik lieben und sich jeder von uns damit identifizieren kann. Es hat auch noch nie einer von uns gesagt: "Das geht mir jetzt in eine Richtung, die ich nicht will – ich steig aus".  So eine Diskussion gab es nie. Es war schon immer so, dass wir gesagt haben wir haben ein Ziel: Wir sind Grenzen/los und das passt alles.

Marco: Natürlich gibt es auch mal schönere und schwierigere Zeiten, aber man geht gestärkt durch die schwierigen Zeiten, wenn man die Köpfe zusammensteckt und bespricht: "Komm wie machen wir das?" Und wenn dann eine gute Lösung dabei rauskommt stärkt uns das auch.

 

Mostly Harmless: Was sind denn für euch schwierige Zeiten?

Marco: Es gibt natürlich die gesundheitliche Komponente. Wir sind ganz normale Menschen, wenn der Körper sagt, er will nicht mehr, er kann nicht mehr, dann ist es natürlich auch schwer, das als Band zu managen.

Martin: Ich war zum Beispiel zweimal in Rehabilitation, wegen Rückenproblemen und musste operiert werden. Da hatten wir ein für uns sehr wichtiges Konzert absagen müssen. Das war das erste und einzige Konzert, das wir bis jetzt abgesagt haben. Vitz hat sich mal in den Arm geflext. Wir haben da aber kurzfristig einen Ersatz gefunden. Es war ein kleines Konzert, aber es war legendär. Das sind Zeiten, die man überstehen muss. Für mich sind eher schwierige Zeiten, wenn ein Loch da ist. Damals haben wir alles selbst gemacht – wir hatten kein Management – und dann heißt es: "Wo spielen wir als nächstes?", "Wo können wir uns bewerben?", "Wo kriegen wir Gigs her?" Dann kommen keine Aufträge rein und man weiß man spielt die nächsten drei Monate nicht. Aber selbst da haben wir Lösungen gefunden und einfach selbst etwas organisiert. Das waren die Momente, in denen ich gedacht habe: „Ok, jetzt wird es schwierig“. Aber in der Band selbst nie.

 

Mostly Harmless: Warum habt ihr euch für Deutschrock entschieden? Es ist ja ein Genre, was sehr verrufen ist.

Martin: Das ist relativ schnell erklärt. Ich habe von Anfang an die Text geschrieben.

Mostly Harmless: Und du sprichst einfach kein Englisch? *alle lachen*

Martin: Doch schon. Ich habe sogar Texte in Englisch geschrieben, aber es ist einfach so, dass die Texte niemand versteht. Ich denke die meisten Deutschrockbands würden diesen Satz bringen, es ist vielleicht auch ein bisschen Klischee, aber die Texte werden einfach verstanden.

Mostly Harmless: Aber dann hättet ihr auch Schlager machen können?

Martin: Nein, den hört keiner von uns. Außer der Vitz ab und zu.

Vitz: Ja, ab und zu. Ich bin doch der neue Freund von Helene. Ich muss Schlager hören.

Mostly Harmless: Das kann gar nicht sein, der kommt bei uns aus dem Nachbarort.

Vitz: Ja, ja da wohne ich.

Martin: Ich denke mal, es ist kein Geheimnis, dass wir alle vorher Deutschrock gehört haben und uns mit Rock identifizieren können. Wenn man dann sagt: "Das ist unser Genre, das ist unsere Musik", und wenn jeder ein Instrument spielt, entscheidet man sich dazu, deutsch zu singen und Rockmusik zu machen. Ich sag oft, wir machen deutschsprachige Rockmusik, weil genau dieses Wort Deutschrock – was sehr traurig ist – in Verruf ist und man wird sofort in eine Ecke gedrängt, in der man absolut nicht zu finden ist. Es heißt Deutschrock, wir spielen auch im Deutschrockbereich, aber oft wird vergessen, dass es einfach deutschsprachige Rockmusik ist. Wenn jemand auf Englisch, Italienisch oder Französisch singt – in den jeweiligen Ländern -, darüber macht sich niemand Gedanken. Da würde nie jemanden sagen: "Du bist nationalistisch", oder sonst irgendwas.  Das ist traurig, aber leider die Wahrheit.

 

Mostly Harmless: ähh, wie baue ich das jetzt am besten ein *überleg*. Wir waren damals bei Rock the king.

Martin: Ah ok.

Mostly Harmless: Wir haben aber für Schach-Matt geschrien – sind wir ja ganz ehrlich.

Martin: So, da wäre dann die Tür 😊 *alles lacht*. Nein, das ist ja legitim.

Mostly Harmless: Wir müssen dazu sagen, wir kannten beide nicht.

Martin: Boah, das ist auch schon zwei bis zweieinhalb Jahre her.

Mostly Harmless: Das war für uns ein sehr legendärer Abend, so wie für euch das kleine Konzert.

Martin: Hat mit dem Alkoholspiegel zu tun, oder?

Mostly Harmless: Wie genau kommst du darauf? *lacht* Wie gesagt, da haben wir euch das erste Mal gesehen. Da war schon sehr absehbar, dass euer Weg zu Rookies & Kings geht. Alle R & K Leute haben für euch gejubelt.

Jo: Das stimmt, die standen alle an der Wand.

Vitz: Habe ich gar nicht so mitbekommen.

Martin: Also es war damals so, dass wir zu diesem Zeitpunkt noch keinen Kontakt hatten. Es kam zwar jemand und sagte: "Ihr müsst unbedingt zu Rookies & Kings". Ich glaube, wir waren damals aber auch noch nicht bereit für R & K.

Mostly Harmless: Uns hat man gesagt, wir sollten für euch sein.

Marco: Da ging es echt ganz schön ab im Publikum.

Martin: Das war kurz vor der Schlägerei.

Mostly Harmless: Wir hatten zwei Tage keine Stimme mehr, vor lauter schreien.

Martin: Das war echt brutal laut. Selbst das Abstimmgerät von dem Typen hat schlapp gemacht.

Mostly Harmless: Aber es war eine saugeile Stimmung

Alle: Mega

Marco: Das lauteste was wir bis jetzt hatten.

Martin: Die Lösung am Ende war auch fair. Ich habe am Ende noch mitgesprochen. Er. "Was machen wir jetzt?" Da sag ich so: "Können nicht einfach beide Bands spielen und wir teilen uns den Slot?". Der Chef hat erst "nein" gesagt. Dann ging es doch irgendwann.

 

Mostly Harmless: War auf jeden Fall eine faire und coole Aktion. Kommen wir wieder zurück ins Jahr 2018. Was waren eure Highlights im Privatleben oder Musikbereich?

Jo: Eigentlich alles was bei uns musikalisch abgeht, ist ein Highlight. Ich könnte nicht sagen: "Ok, Alpen Flair war mega und der Rest nicht". Alpen Flair war super, Rock dein Leben war geil, die Rookies Tour war geil, das hier ist bombastisch. Das wir überhaupt bei Rookies sind und ein super Album – wie ich finde – rausgebracht haben, ist toll.  Alles, was wir musikalisch erlebt haben, ist für mich ein Highlight gewesen.

Vitz: Da hat der Jo auf jeden Fall recht, das stimmt echt.

Jo: Danke schön *alle lachen*

Vitz: Aber es waren echt durchgehend Highlights. Was für mich ein Highlight war, wir haben unser eigenes Fest aufgezogen.

Martin: Eben, das sollte man auch mal erwähnen.

Mostly Harmless: Wie heißt das Fest?

Martin: Es war so, dass wir eine Release-Show für „Die Welt wartet nicht“ draus gemacht haben. Am 22.09.2018 haben wir dies mit dem GLC, bei uns in der Mehrzweckhalle, aufgezogen. Es war ca. 450 Leute da. Bei 500 Leuten wäre der Laden voll gewesen. Das war für uns ein Zeichen, dass wir nicht irgendwo bekannt sind, sondern auch bei uns. Das ist natürlich schön, da war viel Verwandtschaft, Familie und so, aber auch Leute, von denen man es nie erwartet hätte.

Marco: Von der Nordsee, von überallher das hätten wir nie gedacht.

Martin: Eben. Es war zwar viel, viel Arbeit wirklich wochenlang. Die Woche davor und die Woche danach waren wir jeden Tag bis nachts in Aktion, abbauen, LKW einladen und so weiter. Das würden nicht alle Supporters Clubs hinbekommen und da sind wir stolz drauf. Es haben noch Hanger X und Stainless Steel gespielt. Aber ich finde, darauf kann man stolz sein.

Marco: Jetzt muss ich noch was ergänzen, puh. *denkt kurz nach*

Mostly Harmless: Du kannst uns auch dein privates Highlight erzählen.

Marco: Was ein Highlight war: Für das Abschlusskonzert in Brixen, hat unser Fanclub einen Bus organisiert und ist vom Allgäu nach Brixen zum Konzert gefahren.

Mostly Harmless: Sehr cool.

Marco: Das war echt ein cooles Highlight.  Wir haben uns echt richtig gefreut.

Mostly Harmless: Fans und Support ist das Wichtigste.

Martin: Ja, ohne die können wir nicht machen, was wir machen.

Mostly Harmless: Wir hoffen, ihr vergesst das nie und behaltet das.

Marco: Natürlich, man darf nie vergessen wo man herkommt.

Martin: Für mich war ein Highlight, das werde ich nie vergessen, als ich das erste Mal vor Andy Müller stand. Das war in Winnenden beim Outletverkauf. Da waren wir noch bei HDS.

Jo: Das war 2017! Was dein Highlight 2018 war, war die Frage.

 

Mostly Harmless: Aber die Erinnerung hat euch ja 2018 begleitet. Wo wir gerade beim Supporters Club waren. Warum findet man diesen nicht im Internet? Was ist da los?

Martin: Ja, der hat noch keine Internetseite.

Mostly Harmless: Das ist schlecht.

Marco: Der steckt noch in den Kinderschuhen.

Martin: Es gibt ihn erst seit Januar 2018 – das ist zwar fast ein Jahr. Aber dieses Jahr lag der Fokus auf 5 Jahre Grenzen/Los.  Da hat es auch bei anderen Sachen Schwierigkeiten gegeben, aber das ist alles geklärt. Es ist einfach so, irgendwas bleibt immer auf der Strecke, wenn Leute etwas ehrenamtlich machen. Dann haben diese nur eine bestimmte Zeit zur Verfügung / Power und wenn man sich dann auf was konzentriert, fehlt dann vielleicht die Zeit für zum Beispiel eine Internetseite. Aber ich denke die wird kommen. Nächstes Jahr wird viel passieren.

 

Mostly Harmless: Was passiert denn nächstes Jahr?

Marco: Vielleicht eine Internetseite. *lachen*

Martin: Man wird Grenzen/Los auf vielen neuen Dingen sehen, wo man uns noch nicht gesehen hat.

Mostly Harmless: Die wären?

Martin: Die dürfen wir noch nicht verraten.

Mostly Harmless: Wir sind ja unter uns. Niemand wird es erfahren.

Martin: Nein, niemand wird es erfahren.  Rock dein Leben ist schon raus und Goitzsche Fest.

Mostly Harmless: Auch was ohne Rookies und Kings Stall im Knick?

Martin: Eventuell, kommen da gewisse Sachen.

Mostly Harmless: Welche Sachen?

Martin: Es gibt eine Sache, aber die betrifft mehr den Vitz und mich. Da müsst ihr aber nächstes Jahr noch mal recherchieren.

Jo: Sie heiraten.

Mostly Harmless: Ohhhhhhh, wie schön. Voll romantisch.

Martin: Nein. Aber es ist alles noch mit sehr viel Unsicherheit behaftet, kann ich da leider nicht mehr zu sagen.

Mostly Harmless: Dann halten wir fest, dass Martin uns anruft, sobald er was dazu sagen kann!

Martin: Ja, so machen wir das.

 

Mostly Harmless: Wir haben noch zwei bis drei Fragen, die nichts mit der Musik zu tun haben.

Martin: Ok, schön.

Jo: Wir können nur über Musik.

Vitz: Wir machen nichts anderes.

Marco: Wir haben keine Hobbies.

 

Mostly Harmless: Wie feiert ihr Silvester?

Jo: Marco erzählt und ich sag dann, da bin ich dabei.

Marco: Ok, meine Freundin ist Theaterschauspielerin und sie spielt in einem Theaterstück, das zwischen den Jahren aufgeführt wird.

Martin: Willst du etwas Werbung machen?

Marco: Sie spielen „Honig im Kopf“. An Silvester gibt es dort eine spezielle Silvestergala, mit schönem Essen. Der Jo und ich sind dann da dabei.

Jo: Ich bin da dabei.

Vitz: Bei mir wird das ganz einfach laufen, je nachdem wie mein Zustand ist, weil ich am 30. Geburtstag habe, in Chemnitz. Es wird also eine schöne Party. Sehr flüssig. Ich werde in Kempten aussteigen, zu meinen Kumpels gehen und da weiter machen, wo ich in Chemnitz aufgehört habe.

Martin: Ich feiere ganz traditionell im Motorradclubhaus. Da haben wir auch unser erstes Konzert gespielt.

 

Mostly Harmless: Bist du in einem Motorradclub?

Martin: Ich war mal, für eine kurze Zeit.

Jo: Dann haben sie festgestellt, dass er nur ein Mofa hat.

Martin: Mach du erstmal den Motorradführerschein. Ich war damals mit dabei, dort ist jedes Jahr eine Silvesterfete und da werde ich wieder feiern. Zu meinem Zustand, wenn wir aus Chemnitz zurückkommen, kann ich noch nichts sagen.

 

Mostly Harmless: Dann machen wir mal die Frage: Martin – keine Freundin, Vitz – keine Freundin, Jo – keine Freundin, Marco – Freundin?

Martin: Nicht richtig. Ich muss mich outen.

Mostly Harmless: Freund? *alles lacht*

Martin: Tatsächlich bei mir ist die Freundin dabei. Also ja ich habe eine Freundin! Keinen Freund.

Jo: Marco gut, dass du deine Freundin gleich erwähnt hast, weil wenn zwei junge Typen an Silvester auf ein Theaterstück gehen, klingt das auch irgendwie komisch.

 

Mostly Harmless: Wenn ihr einen eurer Sinne abgeben müsstet, hören, sehen oder fühlen, welcher wäre es und warum?

Martin: Was, hören, sehen oder fühlen?

Mostly Harmless:  Genau, hören, sehen oder fühlen.

Martin: Fühlen mit dem Herz oder mit der Hand?

Mostly Harmless: Mit der Hand.

Jo: Wenn ich mich entscheiden müsste, wäre es glaub ich sehen.

Martin: Was?

Jo: Weil wenn du taub bist, dann ist alles immer ruhig. Ich glaube, die dauernde Stille bringt dich um.

Martin: Aber wenn du nichts mehr siehst?

Jo: Dann höre und fühle ich trotzdem. Ich habe erst im Fernsehen gehen, es gibt einen blinden Skateboard Fahrer.

Martin: Die Frage ist schon ziemlich fies, weil eigentlich möchte man gar nichts abgeben. Alle Sinne sind wichtig, für einen Musiker ist fühlen natürlich auch wichtig.

Vitz: Hören, weil wenn du nichts hörst, den Bass fühlst du auch so.

Martin: Oder man muss einfach nicht hören können, um Bass zu spielen.

Vitz: Haha, nein.

Martin: Ich weiß es nicht. Als Musiker am ehesten "sehen", weil wenn man nichts mehr hört, kann man schlecht Musik machen, aber ich glaube es wäre trotzdem das Hören. Nichts mehr sehen stelle ich mir auch ganz schrecklich vor, wenn du nur noch im Dunklen bist.

Marco: Aber du bekommst alles mit über deine anderen Sinne.

Martin: Aber ich sehe keine schönen Sachen mehr.

Marco: Aber das zu sehen und immer Stille zu haben…?

Martin: Egal. Es gibt keine richtige Antwort darauf. Am besten ist, wenn man nie etwas davon abgegeben muss.

 

Mostly Harmless: Ok, letzte Frage. Was würdet ihr nicht für Geld tun?

Marco: Auf jeden Fall nicht meine Prinzipen über den Haufen werfen und mich komplett ändern, bloß um irgendwelchen Leuten zu gefallen.

Mostly Harmless: Das ist immer leicht gesagt.

Marco: Klar.

Martin: Warten wir mal bis die Millionen fließen. *lacht*. Ich würde für Geld niemals jemanden verraten, Freunde oder Familie.

Vitz: Genau das wollte ich auch sagen.

Martin: Es stand mal in einer Bewertung, dass ich sehr loyal bin, vielleicht stimmt das. Ich würde niemanden verkaufen/verraten.

Jo: Keine Ahnung, die AfD wählen.

 

Mostly Harmless: Ihr habt es  geschafft. Vielen Dank an euch.

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